Selbstorganisiertes Lernen

Selbstorganisiertes Lernen (SOL) – ein Überblick

§ 2 des Schulgesetzes NRW beschreibt sehr treffend:

Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere lernen, 1. selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln, 2. für sich und gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erbringen […]. Der Unterricht soll die Lernfreude der Schülerinnen und Schüler erhalten und weiter fördern. Er soll die Schülerinnen und Schüler anregen und befähigen, Strategien und Methoden für ein lebenslanges nachhaltiges Lernen zu entwickeln.“

 

Warum ist SOL sinnvoll?

  • Es führt zu mehr Zufriedenheit, Erfolgen und Spaß auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schülerinnen Schüler!!!! WIN -WIN
  • Die Schülerinnen und Schüler erlernen mehr Selbstständigkeit im Bereich des Organisierens und Lernens. Sie gestalten ihren Lernprozess zunehmend selber und verlassen sich hier nicht mehr nur auf die Lehrkraft. Sie entscheiden, was sie lernen wollen und wo ihr Bedarf steckt. Der Lernprozess ist nachhaltiger Der Lernerfolg ist größer.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden in ihren „Entwicklungsbereichen/ Defiziten“ gefördert und erhalten die Chance, sich zu verbessern. Die Lehrkraft hilft bei Bedarf.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden in ihren „Potenzialen/Stärken/ Interessen“ gefördert, indem sie AGs wählen können, die Ihnen Spaß machen. Hierüber können die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Zertifikate erhalten, die als zusätzlichen Nachweis zu ihren Bewerbungsmappen legen.
  • Die Lehrerinnen und Lehrer erfahren eine Entlastung während der Unterrichtszeit, weil die Schüler selbstständig arbeiten. Sie agieren nur als Lernberater. Es kann sich gezielt um „schwächere“ Schüler gekümmert werden.
  • Die Lehrerinnen und Lehrer haben weniger Stress mit Unterrichtsstörungen. Die Schülerinnen und Schüler, die nicht ruhig sitzen können, dürfen ihren Bewegungsdrang stillen, indem sie während der SOL-Zeiten aufstehen dürfen. Vielleicht öffnet man andere Räumlichkeiten, die zur Verfügung stehen, damit die Lerngruppen kleiner werden.
  • Vor allem in den AGs erfahren die Lehrerinnen und Lehrer mehr Spaß am Unterrichten, weil sie Themen anbieten, die die Lernenden interessiert.
  • Wenn eine Lehrkraft ausfällt, können auch andere Lehrer vertreten, weil die Schülerinnen und Schüler trotzdem selbstständig arbeiten können.

 

Mögliche Varianten:

  • A: Differenzierungskurse: in jedem Bildungsgang umsetzbar
    z.B. 2 Stunden pro Woche: Stärken fördern
  • B: SOL an einem Tag in der Woche:
    -> Zielgruppen Berufliches Gymnasium, Kaufmännische Assistenten
    z.B. als Projekttag mit den Fächern Religion, Politik, Geschichte
    z.B. SOL-Tag, an Aufgaben zu den Hauptfächern gearbeitet wird
  • SOL mit einer festen Stundenzahl pro Woche an mehreren Tagen: -> Zielgruppen zweijährige Berufsfachschule
    z.B. 2-4 Stunden arbeiten im Bereich Mathe, Englisch, Deutsch, Gesundheit
    z.B. zusätzlich 2-4 Stunden AGs/Module anbieten, die unabhängig von den Fächern sind.
  • SOL an festen Tagen pro Woche: -> Zielgruppe à einjährige Berufsfachschule
    3-4 Tage arbeiten im SOL (Großform)
  • Hauptfächer arbeiten an einer LS über die gesamte Woche

 

Selbstorganisiertes Lernen in der Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales (HS)

Umsetzungsideen

  • Klassenraumprinzip
    - feste Räume in einem Bereich z.B. B215, B201, B202, B203
  • SOL (2 Stunden/ pro Woche)
    - SOL in den Fächern Deutsch, Mathe, Gesundheit, Englisch, Spanisch

    - Schüler*innen entscheiden selber darüber, in welchen Fächern sie selbstorganisiert lernen wollen.
    - Ziel ist es hier, an seinen „Defiziten“ zu arbeiten.
    - Aufgaben werden von den Fachlehrer*innen gestellt; Schüler*innen arbeiten selbstständig in den Fachraum daran und können sich Hilfe von der Fachkraft holen.
    - Verbindlichkeit durch Abstempel der Aufgaben erreichen.
    - Gute Schüler*innen können als Helfer eingesetzt werden.
    - Wunschthemen können von den Schüler*innen eingebracht werden.
    -Digitales Arbeitsmaterial z.B. über das Wakelet zur Verfügung stellen.

  • Modulbereich (2 Stunden/pro Woche)
    - Ziel ist es, die Stärken und Interessen der Schüler*innen zu fördern.
    - Es werden zu Beginn und in der Mitte des Jahres AGs ausgeschrieben, die den Schüler*innen zertifiziert werden.
    - Teilnahme ist Pflicht Keine Note.
    - Themen des Lebenskompasses integrieren
    - Kochen möglich


Woher kommen die Stunden?

Gesundheit: 1 Stunde
Erziehung: 2 Stunden
Deutsch: 1 Stunde
Hauswirtschaft: 1 Stunde

Ansprechpartnerin


Andrea Krollmann

Andrea Krollmann

Lippe Berufskolleg Lünen
Dortmunder Str. 44
44536 Lünen

   02306 100-410
  info@lippe-berufskolleg-luenen.de

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