LBK Lünen

Scheckübergabe für CO2-Ampeln


Grund zur Freude hatte einmal mehr das Lippe Berufskolleg Lünen: Es hat von der Volksbank Selm-Bork einen Scheck im Wert von 1000 Euro erhalten. Dieses Geld soll als Startkapital für den Bau von CO2-Ampeln eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um ein schulinternes Projekt, das am LBK im Zuge der Corona-Pandemie neu eingeführt wurde. Über den Scheck freuten sich Schulleiterin Rita Vonnahme (2.v.l.) sowie Lehrer Markus Andree (l./Abteilungsleiter der Allgemeingewerblichen Abteilung), der das Projekt ins Leben gerufen hat. Beide nahmen den Scheck von den Vorstandsmitgliedern der Volksbank Selm-Bork Martin Potschadel (2.v.r.) und Thomas Krotki (r.) entgegen. RN-Foto Püntmann

 

Manchmal braucht es eine clevere Idee, eine ordentliche Portion Mut und gutes Durchsetzungsvermögen, um ein neues, nachhaltiges Projekt auf den Weg zu bringen: Genau das ist Markus Andree, Lehrer am Lippe Berufskolleg Lünen, gelungen: Er hat im Zuge der Corona-Pandemie den Bau von CO2-Ampeln am LBK ins Leben gerufen. Durch das bereitgestellte Startkapital von 1000 Euro von der Volksbank Selm-Bork kann Markus Andree nun seine Vision verwirklichen. Er wird gemeinsam mit Schülern und weiteren Lehrkräften CO2-Ampeln bauen. „Das Ziel ist es, jeden Klassenraum mit diesen Ampeln auszustatten“, sagt er.

Doch was genau sind überhaupt diese CO2-Ampeln? „In einer CO2-Ampel ist ein Industriesensor enthalten, der CO2-Moleküle aus der Luft sehr genau misst. Dadurch wissen wir Lehrer und auch Schüler wie der CO2-Gehalt im Klassenraum ist und wann es Zeit wird, das Fenster zu öffnen. Die Ampel schwenkt von grün auf gelb oder rot um, sobald sich der CO2-Gehalt in dem Raum erhöht und somit verschlechtert“, beschreibt Andree. Er hat mit den Schülern am eigenen Leib erfahren wie es ist bei niedrigen Temperaturen permanent das Fenster geöffnet zu haben. „Wir haben total gefroren. So hat der Unterricht einfach keinen Spaß mehr gemacht. Ich habe nur gedacht, dass das so nicht weiter gehen kann und habe angefangen zu recherchieren“, beschreibt Andree seinen Startversuch.

Zunächst las er in Zeitschriften, dass einige Schulen bereits CO2-Ampeln bauen und erhielt zudem Informationen über Enthusiasten, die CO2-Ampeln für Schulen bauen und verkaufen, die aber für Andree zu teuer waren. „Ich habe mir dann gedacht, was die alle können, das können wir doch auch!“ Gesagt, getan: So machte er sich selbst ans Werk und eignete sich das nötige technische und mechanische Wissen an. Er selbst besitzt bereits einen 3D-Drucker und probierte sich aus. „Dann irgendwann hat es tatsächlich funktioniert und ich war richtig stolz darauf“, berichtet er. Er probierte seine CO2-Ampel direkt mit den Schülern aus und sie funktionierte.

Um das Ziel, jeden Klassenraum mit einer CO2-Ampel auszustatten, zu erreichen, kalkuliert das Lippe Berufskolleg Lünen 4500 Euro. Der Start ist mit 1000 Euro bereits getan. „Davon werden wir 20 Ampeln bauen können und somit schon ein Viertel der Räume bestücken können“, weiß Andree. Der Bauprozess beansprucht pro CO2-Ampel circa dreieinhalb Stunden. „Es werden Kabel an den Sensor angebracht, diverse Bauteile zusammengesteckt, eine Software auf den Kontroller installiert und das Gehäuse nachhaltig über den 3D-Drucker erstellt“, erklärt Andree den Prozess. Das Gute an der Sache: Die CO2-Ampel ist nachhaltig, weil sie mit einem PLA-Kunststoff aus Maisstärke produziert wird.  „Was mich daran begeistert ist der Einstieg in eine neue Technologie, wovon auch die Schüler profitieren werden“, so Andree. Das LBK hätte auch über die Corona-Pandemie hinaus Mehrwert von den CO2-Ampeln. „Wir kennen das doch alle: Wenn Schüler oder auch Lehrer während der Unterrichtsstunde müde werden, liegt das oft an der schlechten Luft im Klassenraum. Diese Ampeln zeigen uns direkt, wann es Zeit wird zu lüften“, so Andree, der sich auf die kommende Bauphase gemeinsam mit Lehrern und Schülern freut.

Markus Andree (Mitte) hat das Projekt CO2-Ampeln am Lippe Berufskolleg ins Leben gerufen. Die Schülerinnen Thabea Maletzki (l.) und Svenja Nickel (r.) freuen sich auf die anstehende Bauphase. RN-Foto Püntmann

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